News
Die Anforderungen an eine zukunftsfähige Struktur- und Regionalpolitik sind hoch. Im Auftrage des Umweltbundesamtes untersucht das FiFo Köln zusammen mit dem Difu und dem Öko-Institut, inwiefern Förderprogramme des Gesamtdeutschen Fördersystems (GFS) bereits eine ökologisch nachhaltige, vorausschauende und transformationsorientierte Strukturpolitik anstreben. Analysiert wurden 14 Programme, darunter auch die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Der jetzt erschienene, umfangreiche Zwischenbericht bietet das Herzstück der empirischen Analyse. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar entsprechende Ansätze vorhanden sind, jedoch oft nicht systematisch umgesetzt sind.
Die Befragung NRW.BANK.Fokus Kommunen geht in die vierte Runde. In diesem Jahr stehen die Handlungsfähigkeit der kommunalen Verwaltung sowie die Modernisierung des Staates im Mittelpunkt. Wir laden alle kommunalen Finanzverantwortlichen herzlich ein, ihre Perspektiven und Erfahrungen mit uns zu teilen. Die Ergebnisse der Umfrage werden im Herbst 2026 in einem anonymisierten Forschungsbericht veröffentlicht. Bei Fragen, Anregungen oder Unterstützungsbedarf erreichen Sie uns jederzeit unter
Öffentliche Haushalte müssen heute mehr leisten als Geld verteilen – sie müssen Zukunft gestalten. Angesichts von Klimakrise, demografischem Wandel und wachsendem Steuerungsdruck reicht reine Mittelverteilung nicht mehr aus, es braucht Wirkung. Der jetzt erschienene UBA-Bericht 36/2026 zum FiFo-Vorhaben zeigt, wie Green Budgeting eine moderne, wirkungsorientierte Haushaltssteuerung bietet und zugleich als Instrument des Umwelt- und Klimaschutzes funktioniert. Auf Basis internationaler Erfahrungen entwickelt der Bericht umsetzbare Ansätze für Deutschland – für eine tragfähige Finanzpolitik, die gezielt steuert und gesellschaftliche Wirkung entfaltet.
Zu viele junge Menschen finden keinen Ausbildungsplatz. Um dem entgegenzuwirken, sind Unternehmen in Bremen seit letztem Jahr verpflichtet, eine Ausbildungsplatzabgabe zu leisten. Mit diesen Mitteln werden ausbildende Betriebe finanziell belohnt. Auch die Berliner Landesregierung hat die Einführung einer solchen Ausbildungsumlage beschlossen. Doch die Reformen sind umstritten. In der Märzausgabe des Wirtschaftsdiensts wägt FiFo-Forscher Eric Schuß das Pro und Contra einer solchen Umlage ab und erläutert, in welchen Fällen sie erfolgreich sein kann und wann nicht.
Gerade in Zeiten knapper Kassen müssen sich Kommunen auf einen bedarfsgerechten und dadurch rechtssicheren Finanzausgleich verlassen können. Turnusgemäß hat das FiFo Köln in Kooperation mit Prof. Thomas Döring (sofia Darmstadt) den vertikalen und horizontalen Ausgleich im Land Brandenburg finanzwissenschaftlich evaluiert. Unter den vielen Befunden der Untersuchung sticht eine empirische Beobachtung besonders hervor: Die althergebrachte „Einwohnerveredelung“ mit einer Hauptansatzstaffel – eine preußische Erfindung – bietet auch in Brandenburg keine zeitgemäße Lösung mehr, unterschiedliche kommunale Finanzbedarfe gerecht abzubilden. Ein evidenzbasierter Finanzausgleich, der direkt an den kommunalen Aufgaben ansetzt, erledigt diese zentrale Aufgabe um ein Vielfaches besser. Die Untersuchung liegt jetzt als FiFo-Bericht 39 vor.