Öffentliche Haushalte müssen heute mehr leisten als Geld verteilen – sie müssen Zukunft gestalten. Angesichts von Klimakrise, demografischem Wandel und wachsendem Steuerungsdruck reicht reine Mittelverteilung nicht mehr aus, es braucht Wirkung. Der jetzt erschienene UBA-Bericht 36/2026 zum FiFo-Vorhaben zeigt, wie Green Budgeting eine moderne, wirkungsorientierte Haushaltssteuerung bietet und zugleich als Instrument des Umwelt- und Klimaschutzes funktioniert. Auf Basis internationaler Erfahrungen entwickelt der Bericht umsetzbare Ansätze für Deutschland – für eine tragfähige Finanzpolitik, die gezielt steuert und gesellschaftliche Wirkung entfaltet.

Zu viele junge Menschen finden keinen Ausbildungsplatz. Um dem entgegenzuwirken, sind Unternehmen in Bremen seit letztem Jahr verpflichtet, eine Ausbildungsplatzabgabe zu leisten. Mit diesen Mitteln werden ausbildende Betriebe finanziell belohnt. Auch die Berliner Landesregierung hat die Einführung einer solchen Ausbildungsumlage beschlossen. Doch die Reformen sind umstritten. In der Märzausgabe des Wirtschaftsdiensts wägt FiFo-Forscher Eric Schuß das Pro und Contra einer solchen Umlage ab und erläutert, in welchen Fällen sie erfolgreich sein kann und wann nicht. 

Gerade in Zeiten knapper Kassen müssen sich Kommunen auf einen bedarfsgerechten und dadurch rechtssicheren Finanzausgleich verlassen können. Turnusgemäß hat das FiFo Köln in Kooperation mit Prof. Thomas Döring (sofia Darmstadt) den vertikalen und horizontalen Ausgleich im Land Brandenburg finanzwissenschaftlich evaluiert. Unter den vielen Befunden der Untersuchung sticht eine empirische Beobachtung besonders hervor: Die althergebrachte „Einwohnerveredelung“ mit einer Hauptansatzstaffel – eine preußische Erfindung – bietet auch in Brandenburg keine zeitgemäße Lösung mehr, unterschiedliche kommunale Finanzbedarfe gerecht abzubilden. Ein evidenzbasierter Finanzausgleich, der direkt an den kommunalen Aufgaben ansetzt, erledigt diese zentrale Aufgabe um ein Vielfaches besser. Die Untersuchung liegt jetzt als FiFo-Bericht 39 vor. 

Die öffentliche Wasserwirtschaft ist das Stiefkind der aktuellen Investitionsdebatte – sie hat auch sehr große Bedürfnisse, wird aber häufig übersehen. Gemeinsam mit der GWS Osnabrück hat das FiFo Köln für die Enquete-Kommission „Wasser in Zeiten der Klimakrise“ des nordrhein-westfälischen Landtags die Bedarfe und die Finanzierungsinstrumente einer resilienten Wasserwirtschaft in NRW untersucht. Die jetzt als FiFo-Bericht 38 veröffentlichte Studie bringt makroökonomische Simulationen und finanzwissenschaftliches Instrumentendesign zusammen. Unter anderem empfehlen wir, das Wasserentnahmeentgelt in NRW deutlich zu erhöhen und die Abwasserabgabe neu zu gestalten. Zudem zeigt der Markt für Versicherungen gegen Elementarschäden großen Verbesserungsbedarf.  

Hochschulen sind wichtige Treiber von Wachstum und Innovation in einer Region. Insbesondere Fachhochschulabsolventen bringen wissenschaftliches Know-how und anwendungsbezogenes Praxiswissen in Unternehmen ein. Dadurch können sich auch die Produktivität und die Löhne von Arbeitern ohne akademische oder betriebliche Ausbildung verbessern. FiFo-Forscher Eric Schuß hat dies für eine Welle von bayerischen Hochschulgründungen nachgewiesen. Die Studie wurde nun von der angesehenen Fachzeitschrift Empirical Economics veröffentlicht.