Der drohende Kollaps der kommunalen Haushalte stammt von der Ausgabenseite, vor allem von den schnell wachsenden Leistungspflichten in der Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe und der Hilfen zur Pflege. Nach dem Prinzip der Veranlassungskonnexität – „Wer bestellt, bezahlt“ – wird häufig eine bessere Bundesfinanzierung dieser zentralstaatlich determinierten kommunalen Leistungen gefordert. Im neuen FiFo-Diskussionsbeitrag prüft Michael Thöne die Lösungen nach Veranlassungskonnexität und nach Ausführungskonnexität. Da beide keine ursachengerechte Lösung versprechen, empfiehlt er, die vollständige Zentralisierung dieser Leistungen ins Auge zu fassen. Die Verlagerung auch der Ausführungsverantwortung nach oben wäre in der Praxis deutlich weniger aufwendig, als es auf den ersten Blick scheint.